17. Mai 2018

Beim Markt der Möglichkeiten hat die agmav einen Vortrag zur MAV-Arbeit gehalten, den wir Euch hier auf Wunsch aus dem Teilnehmer/innenkreis zur Verfügung stellen.

Es handelt sich um eine kurze Zusammenstellung der Paragraphen aus dem MVG.EKD, die ein MAV-Mitglied aus unserer Sicht schon zu Beginn der Amtszeit kennen und beachten sollte.

Die Präsentation richtet sich also v.a. an MAV-Mitglieder, die erstmalig in die MAV gewählt worden sind.


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04. Mai 2018

Die Begriffe Digitalisierung und Arbeit 4.0 sind in aller Munde. Bundesregierung, Verbände und Arbeitgeber wollen das Thema vorantreiben.

Aber was verbirgt sich hinter diesen Begriffen, was heißt Digitalisierung in der Sozialwirtschaft? Bedeutet Digitalisierung die elektronische Verarbeitung von Daten, die digitale Personalakte, die elektronische Planung von Arbeit? Oder ist damit auch gemeint, dass ein selbstfahrender Krankenwagen, durch eine Drohne geleitet, ein Verkehrsunfallopfer aufnimmt, Sensoren die Vitaldaten erfassen und Algorithmen entscheiden welches Krankenhaus angefahren wird?

Welche Herausforderungen kommen auf Mitarbeitende zu, wie verändert sich die Arbeitswelt, geschieht Digitalisierung oder ist sie steuerbar.  Der zeitlich und örtlich unbegrenzte Zugriff auf digitale Systeme führt zu Entgrenzung der Arbeit. Wie verändert sich die Arbeitszeit, wie verändern sich die Arbeitsbedingungen? Wie transparent werden die Mitarbeitenden? Welche Regeln für die Kommunikation über digitale Systeme müssen gelten?

Die gesamte Arbeitswelt wird sich mit zunehmender Geschwindigkeit weiter verändern. Welche Auswirkungen diese Veränderungen auch auf Schutzstandards der Arbeitswelt und die Arbeit der Interessenvertretung haben werden, ist noch völlig offen. Der digitale Wandel wird weitere Vorteile mit sich bringen, die allerdings auch mit Gefahren und Risiken verbunden sein werden. Regeln zum Arbeitnehmerinnenschutz, zur Arbeitszeit sowie die soziale Absicherung müssen im Blick behalten werden. Die rechtlichen Grundlagen der betrieblichen und überbetrieblichen Mitwirkung und Interessenvertretung müssen angepasst werden.

Es gilt, vorausschauend die Möglichkeiten der Digitalisierung, der sozialen Bedingungen und die Spielregeln der künftigen Arbeitswelt zu thematisieren, Trends und Szenarien wahrzunehmen, Qualifizierungsnotwendigkeiten zu erkennen und beteiligungsorientierte Mitarbeitervertretungstätigkeit vorzubereiten.

Als Referenten haben wir hierzu Herrn Dr. Jürgen Born eingeladen. Dr. Jürgen Born ist Referent für Wirtschaftspolitik und Projektentwicklung im Fachbereich Wirtschaft, Arbeit und Soziales im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Was bedeutet die Digitalisierung, die eventuelle Entgleisung der Arbeitszeiten, der Arbeitsräume etc. für die Thematik der indirekten Steuerung? „Die indirekte Steuerung setzt die Unbewusstheit der eigenen Fähigkeiten voraus“, sagt Stefan Siemens. „Denn auf die veränderten Bedingungen reagieren die Lebewesen „von selbst“ so, dass sie „selbst“ anders handeln.“ Demnach fördert die indirekte Steuerung die durch die Digitalisierung notwendige Veränderung und die Digitalisierung fördert die indirekte Steuerung. Diesen Teufelskreis, insbesondere der indirekten Steuerung aus wachsenden Fähigkeiten und zunehmenden Anforderungen, hat das Theater Xtrameile (Martina Frenzel und Signe Zurmühlen) satirisch und kritisch aufs Korn genommen.

Es fragt am Nachmittag, brennen wir genug für unser Unternehmen:

Die Veranstaltung vermittelt Kenntnisse, die für die Arbeit in der MAV erforderlich sind. Die Teilnahme der MAV-Mitglieder erfolgt gemäß § 19 MVG und sollte rechtzeitig beschlossen werden. Die Teilnahme kostet 40.- € pro Person (inkl. Verpflegung). Dieser Betrag ist bei der Veranstaltung in bar zu entrichten.  Die Übernahme der Kosten gem. § 30 MVG ist rechtzeitig von der MAV bei der Dienststellenleitung zu beantragen.

Eine Anfahrt-Skizze findet ihr unter: https://www.baua.de/SharedDocs/Standorte/DE/Dortmund.html


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17. April 2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

turnusgemäß finden überall in den Einrichtungen und Dienststellen in diesem Frühjahr die Neuwahlen zur Mitarbeitervertretung statt oder haben bereits stattgefunden. Wir gratulieren allen neu- oder wiedergewählten Kolleginnen und Kollegen zur Wahl in die MAV! Allen MAV Kolleginnen und Kollegen die den Wahltermin noch vor sich haben, wünschen wir viel Erfolg und denen, die nicht erneut kandidieren danken wir für ihren Einsatz.

Die neugewählte MAV konstituiert sich, einer erfolgreichen und engagierten Arbeit kann eigentlich nichts mehr im Wege stehen – oder…? Meistens taucht nach der Konstituierung ein Berg von Fragen auf: Weiterlesen »


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26. Januar 2018

„Diakonie stärkt unternehmerische Mitbestimmung ihrer Mitarbeitenden“- so ist ein Bericht auf der Internetseite der Diakonie Deutschland überschrieben. Das ist aus Arbeitnehmersicht natürlich sehr zu begrüßen und eine Selbstverpflichtung der diakonischen Unternehmen, die Regelungen der Mitbestimmungsgesetze aus dem weltlichen Bereich zu übernehmen (denn außerhalb von Kirche und Diakonie ist die Unternehmensmitbestimmung gesetzlich geregelt) wäre wohl nach dem demokratischen Selbstverständnis der EKD längst überfällig. So weist auch Dr. Jörg Kruttschmidt, Mitglied des Vorstands der Diakonie Deutschland, darauf hin, dass „eine verantwortungsvolle, transparente und wirtschaftliche Unternehmensführung immens wichtig“ sei, gerade „vor dem Hintergrund unseres kooperativen und konsensorientierten Leitbildes“. Die Bundeskonferenz der MAVen sieht das genauso und hat deshalb gefordert, eine entsprechende Verpflichtung zur Unternehmensmitbestimmung in die Satzung der Diakonie Deutschland aufzunehmen.

So weit wollte die Arbeitgeberseite dann aber doch nicht gehen. Sich kooperative Unternehmensführung als hehre Absicht ans Revers zu heften bedeutet offenbar nicht, dass man sich von den Arbeitnehmer/innen tatsächlich reinreden lassen muss. Hierfür reicht es, eine Verbandsempfehlung auszusprechen, was die Konferenz Diakonie und Entwicklung nun beherzt getan hat.

Statt einer satzungsmäßigen oder gar gesetzlichen Regelung haben wir nun also eine unverbindliche Meinungsäußerung der Diakonie Deutschland bekommen. Bisher hat ein Bruchteil der diakonischen Unternehmen freiwillig Arbeitnehmervertreter/innen in den Aufsichts- und Kontrollgremien zugelassen. Ob die Verbandsempfehlung nun zu einer flächendeckenden Unternehmensmitbestimmung im diakonischen Bereich führt, bleibt abzuwarten.

 

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27. November 2017

Die Entscheidung des Schlichtungsausschusses der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie Deutschland vom 03. April 2017 ist vom Kirchengericht der Evangelischen Kirche Deutschland am 23. November kassiert worden.

Die Arbeitnehmerseite der ARK DD hatte gegen die Entscheidung des Schlichtungsausschusses geklagt. Dieser Klage hat das Kirchengericht nun stattgegeben. Eine Stellungnahme der Dienstnehmerseite findet sich hier: Link

Damit ist die Entscheidung des Schlichtungsausschusses, veröffentlicht durch das Rundschreiben der Diakonie Deutschland vom 10. April 2017, rechtswidrig zustande gekommen. Weiterlesen »

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