Schon im Mai 2024 hat die agmav Westfalen-Lippe sich öffentlich gegen Hass und Hetze, gegen Rassismus, Ausgrenzung und menschenverachtender Äußerungen, jeglicher Art gewandt. Wir sehen es als geboten an, diese Position zu bekräftigen, denn wir stehen für Demokratie und Menschenrechte.
Mit vermeintlich einfachen Erklärungen und Halbwahrheiten zu hochkomplexen politischen Themen versuchen mittlerweile nicht mehr nur Rechtsextremisten Mitmenschen zu verunsichern, zu manipulieren. Mit Hass, Lügen, Halbwahrheiten und vermeintlich einfachen Lösungen versuchen sie gesellschaftlichen Einfluss zu gewinnen und spalten damit weiter die Gesellschaft.
Völkische und faschistische Einstellungen dürfen keinen Platz in unserer freiheitlich, demokratischen Gesellschaft haben. Insbesondere die Kirchen und ihre karitativen Einrichtungen, aber auch andere werteorientierte Unternehmen haben immer wieder deutlich Stellung bezogen.
Nun haben sich die Evangelische Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz zum Entwurf des Zustrombegrenzungsgesetzes kritisch geäußert. In der öffentlichen Stellungnahme betonen sie, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht zur Lösung migrationspolitischer Herausforderungen beitragen. Die Stellungnahme plädiert für eine verantwortungsbewusste Migrationspolitik, die menschenrechtliche Grundsätze wahrt und gesellschaftliche Integration ermöglicht. Den Brandbrief findet Ihr unter: 250129_Gemeinsame_Stellungnahme_der_Kirchen_Zustrombegrenzungsgesetz.pdf
Dem Brief kann sich die agmav Westfalen nur anschließen.
Diakoniepräsident Rüdiger Schuch hat schon 2024 klargestellt, dass menschenfeindliche Weltbilder dem christlichen Menschenbild widersprechen. Diese Auffassung vertritt die agmav Westfalen-Lippe ebenfalls. Wer vermeintlich einfache Maßnahmen postuliert, macht den Menschen etwas vor.
Es ist uns ein Anliegen, Angriffen auf die Menschenwürde, auf Minderheiten, auf Arbeitnehmerrechte, auf die Grundlagen gesellschaftlicher Solidarität und auf die freiheitliche Grundordnung auf das Entschiedenste entgegenzutreten!
Wir bekennen uns wie Andere zur unteilbaren Würde jedes Menschen, zu vielfältigen Lebensweisen und einer solidarischen Gesellschaft.
Diese demokratischen Werte sind leitende Maßstäbe für unsere Arbeit.
Viele gesellschaftliche Gruppen und Bündnisse rufen zum Erhalt der Demokratie auf. Diese sollten wir unterstützen, auch durch die Wahrnehmung unseres Wahlrechts.